Grenzkammtour vom 21.01. bis 28.01.2012, von Peter Henle

Querfeldein auf dem Weg zum Lusen

Samstag, 21. Januar 2012

Nachdem wir im Steigerwald übernachtet hatten, waren wir schon gegen Mittag in Spiegelau und konnten schon am Nachmittag bei gutem Schnee die Loipen von Spiegelau erkunden. Abends gingen wir in den Gasthof Genosko zum Essen, mit Programmvorstellung für die nächsten Tage und Vorstellungsrunde.

Sonntag, 22. Januar 2012

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Die Unentwegten auf dem Lusengipfel

Für heute war eine Tour auf den Lusen geplant. Nach dem Frühstück fuhren wir – teilweise mit dem Bus, teilweise mit dem Auto – nach Waldhäuser, wo wir beim Feuerwehrhaus in die Loipe einsteigen konnten. Nach ca. 3 km verließen wir die Loipe und gingen querfeldein hoch bis zur Lusenstraße, wo wir nach ein paar Metern den Winterweg hoch zum Lusen

 erreichten. Nun ging es ständig bergauf bis zum Lusenschutzhaus (1343 m), wo wir Mittagspause machten. Der Lusengipfel (1373 m) war von Wolken verhüllt und windumtost. Trotzdem bestiegen ihn einige unentwegte durch den Tiefschnee.

In der Loipe

Die Abfahrt über den Ziehweg ließ sich dank des griffigen Schnee’s sehr gut fahren. Wieder auf der Loipe liefen wir noch eine Extrarunde, bevor wir wieder nach Spiegelau fuhren. Die Strecke betrug ca. 14 km bei ca. 450 Höhenmetern.

Zum Abendessen gingen wir heute in die Pizzeria.

Montag, 23. Januar 2012

Kurz hinter dem Bahnhof Spiegelau stiegen wir in die Loipe ein. Auf gut gespurten Loipen meist durch Wald liefen wir über Altschönau nach Neuschönau.

Teepause

Hier verließen wir die Loipen um ein paar Meter, die es in sich hatten, durch den Tiefschnee zum Infozentrum des Nationalparks, dem Hans Eisenmann Haus hochzusteigen.

Nachdem wir uns dort gestärkt hatten, lief eine Gruppe mit Wolfgang los, um über Haslach und St. Oswald nach Spiegelau zurück zu laufen. Bergab war es bis zur Loipe noch schwieriger, so dass hier schon einige Zeit verloren ging. Nachdem es immer später wurde und wir uns auch noch einmal verliefen, beschloss der Großteil der Gruppe zum Bahnhof Rosenau zu laufen und mit dem Zug nach Spiegelau zurück zu fahren. Heute betrug die Strecke ca. 26,5 km.

Am "Bahnhof" Rosenau

Abendessen wieder im Gasthof Genosko und später wurden wir von Hilde, einer Freundin der Wirtin Lilo durch Zitherspiel, Gesang und Geschichten unterhalten.

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Herrlicher Schnee

Dienstag, 24. Januar 2012

Da heute Quartierwechsel anstand, musste gepackt werden und das Gepäck in den Autos verstaut werden. Die Autos fuhren nach Neuschönau und wir fuhren wieder mit dem Bus. Hier stiegen wir bei Sonnenschein in die Blumentalloipe ein. Eine schöne Abfahrt ging entlang des Sägwassers hinunter nach Sägmühle. Zwischen Kirchl und Hohenau fuhr eine Gruppe mit Wolfgang eine Extrarunde, während wir weiter vorbei an Schönbrunn, Raimundsreut nach Neuhütte liefen und bei herrlichem Wetter wunderbare Ausblicke genießen konnten. Von Neuhütte ging es dann durch Wald auf der Verbindungsloipe stetig bergan nach Mauth, wo wir im Gasthaus Fuchs unser neues Quartier nach ca. 17 km erreichten.

Am Sägwasser

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Auf der Dreikönigsloipe

Mittwoch, 25. Januar 2012

Mauth, eine in früherer Zeit vom Fürstbischof von Passau am OberenGoldenen Steig angelegte Zollstelle, malerisch zwischen dem Lusen und den Höhen um Finsterau gelegen. Durch das romantische Reschbachtal schlängelt sich die Dreikönigsloipe von 820 m bis zum höchsten Punkt kurz nach dem Wendepunkt der 20-km-Schleife in 940 m Höhe. Die Dreikönigsloipe ist eine der schönsten Loipen des Bayerischen Waldes. Sie trägt ihren Namen zu recht: sie ist eine „Königin“ unter den Loipen. Diese nahmen wir heute bei herrlichem Sonnenschein in Angriff und wir konnten die Beschreibungen der Loipe nachvollziehen.

Im Freilichtmuseum

Am Wendepunkt trennten wir uns wieder, die meisten wollten querfeldein zur Moldauquelle, während eine kleine Gruppe das Freilichtmuseum Finsterau besichtigte und in der Ehr’n Mittag machte.

Tausend Meter über dem Meer, versteckt hinter den Wäldern und Bergen des Nationalparks, dicht an der böhmischen Grenze, hat die Vergangenheit ein Reservat gefunden: das Freilichtmuseum Finsterau. Aus dem ganzen Bayerischen Wald sind hierher Bauernhäuser, vollständige Höfe, eine Dorfschmiede und ein Straßenwirtshaus versammelt. Unter freiem Himmel entfaltet sich ein begehbares Stück vergangener Wirklichkeit.

Auf dem Weg zur Moldauquelle

Zurück fuhren wir wieder auf der Dreikönigsloipe(insgesamt ca. 20 km).

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Nahe der Grenze bei Bucina

.Donnerstag, 26. Januar 2012

Da heute der letzte Quartierwechsel anstand, wurde wieder gepackt und das Gepäck im Skiraum abgestellt. Mit den Autos fuhren wir hoch nach Finsterau, wo wir – wieder bei Sonnenschein – in die Loipe nach Bucina einstiegen. Diesmal gingen wir nicht über den Bach sondern hoch über den offiziellen Grenzübergang nach Bucina. Von dort hatten wir eine herrliche Abfahrt nach Fürstenhut, wo wir am Friedhof wieder über die Geschichte dieses Dorfes im Niemandsland informiert wurden. In der nahe liegenden Gaststätte war kein Platz zu bekommen, so dass wir gleich weiter liefen.

An der Abzweigung nach Fürstenhut

Die Loipe durch den Wald hinunter nach Strazny war sehr schlecht gespurt, was vor allem für die ersten Läufer anstrengend war. An einer Abzweigung entschieden wir uns, Strazny (ein nicht sehr schöner Grenzort) zu umgehen, und erst im Runenhof in Schnellenzipf eine Pause zu machen. Unter der Bundesstraße hindurch in ein Moorgebiet, dann rechts ab ungespurt durch Wiesen, über ein schmales Brückchen, erreichten wir schließlich Schnellenzipf und machten im Runenhof Brotzeit. Danach noch einmal hinaus auf den letzten Anstieg nach Bischofreut, wo wir nach ca. 25,4 km ankamen.

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Abzweigung nach Schnellenzipf

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Ein schmales Brückchen

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Morgendlicher Blick aus dem Fenster

Freitag, 27. Januar 2012

Gestern Abend hatten wir Erwin überstimmt, der eigentlich zum Dreisessel wollte, und wir starteten nahe vom Matthiasl an der Bergstation des Schleppliftes. Wir hatten also gleich eine kleine Skiabfahrt mit den Langlaufskiern zu bewältigen. Danach mussten wir abschnallen und liefen die Straße hinunter nach Marchhäuser zum Grenzübergang. Dann ging es wieder bergauf in Richtung Böhmisch-Röhren(České Žleby).

Raureif in den Moldauauen

Oben bogen wir nach rechts ab und fuhren hinunter bis zu den Resten des Niemandsland-Dorfes Schönberg (Krasna Hora), wo noch 2 Hausruinen und Erinnerungstafeln zu sehen waren.  Weiter ging es durchs Niemandsland, entlang dem früheren Grenzstreifen und hinunter nach Guthausen(Dobra), wo wir in der urigen Gaststätte „Zum Deutschen“ (Hospoda u Němečka) Pause machten.

Danach ging es durch die Moldauauen weiter zum direkt an der Warmen Moldau gelegenen Campingplatz bei der Säumerbrücke (Soumarsky Most), wo uns Erwin von seinen ersten Erfahrungen bei der Quartiersuche in Tschechien erzählte.

In der Gaststätte "Zum Deutschen"

Weiter fuhren wir nach Eleonorenhain (Lenora), wo wir uns mit Egon Urmann trafen, der eine Gruppe mit dem Auto hoch nach Böhmisch-Röhren fuhr von wo aus wir diesmal querfeldein mit Bachüberquerung nach Bischofsreut liefen. Der letzte Anstieg zum Matthiasl durch den Tiefschnee war ganz schön anstrengend.

Eine schöne Langlaufwoche mit gutem, ab Dienstag herrlichem Wetter und sehr guten Schneeverhältnissen war zu Ende.

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An der Moldau bei der Säumerbrücke

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