Archiv für die Kategorie „LiteraTouren“

„Im Schatten des Holunders“ 07. bis 14. Juni 2014

Dienstag, 15. Juli 2014

Es ist so leicht, den Weg zu uns zu finden…

Am Bach entlang,
auf dem ein Federchen schwimmt,
über die kleine Mauer klettern,
abkürzen über die Tenne,
auf dem Steg verweilen,
im rauschen des Wehrs
Wörter suchen, passend für den Schaum,
sie wieder wegwerfen
und gehen,
gehen,
sich für den Weg einen Stock abschneiden,
die Sterne zusammenzählen,
sich verirren im Wald,
die Finsternis wie eine volle Fuhre Heu
vor sich hinschieben
und statt der Achsen
im Traum die Vögel stöhnen hören.
Es ist so leicht, den Weg zu uns zu finden.
(Jan Skácel)

Mit diesem Gedicht von Jan Skácel wurden wir im Gästehaus der Mendel-Universität in Křtiny von Arthur begrüßt – besser gesagt wir durften es selbst vorlesen – und es stimmt, Blanka und Arthur machten es uns leicht den Weg zu finden, zur herrlichen Landschaft des Mährischen Karsts, später zum Weinland an der Thaya und zu den mährischen Schriftstellern.

Es wurde eine Woche mit immer neuen Eindrücken und vielen Höhepunkten. Der Sonntag mit Schloss Rájec nad Svitavou (deutsch Schloss Raitz) der Familie Salm-Reifferscheidt, dem Judenviertel und Judenfriedhof von Boskovice (deutsch Boskowitz) und als Höhepunkt der Besuch im Garten des Stadthistorikers Dr. Bránský, der uns interessante Einblicke in die Geschichte von Boskovice gab. Er erzählte uns die tragische Geschichte eines der letzten Juden, der auf dem Judenfriedhof begraben wurde. Dieser war vor den Nazis nach England geflohen und kämpfte dort in der englischen Armee. Nach Kriegsende kam er – immer noch in englischer Uniform – nach Boskovice, um seine Freundin zu suchen. Sie war in der Zwischenzeit mit einem anderen Mann zusammen. Enttäuscht machte er sich auf den Heimweg und wurde von russischen Soldaten aufgegriffen. Sie hielten ihn für einen Nazi, da sie die Uniform nicht kannten, und erschossen ihn.

Am Montag eine Wanderung durch den Moravský kras(deutschMährischer Karst), früher auch Mährische Schweiz genannt. Prägend für diesen Teil des Drahaner Berglandes sind für einen Karst typische Landschaftselemente, wie Höhlen, Dolinen, Bachschwinden und Trockentäler. Am Stierfelsen fanden zwei Studenten um 1870 die Bronzestatuette eines Stiers, die zum Symbol der Höhle geworden ist. 1872 gelang Dr. Wankel die spektakuläre Entdeckung des so genannten „Hallstatt-Begräbnisses“. Im Boden der Eingangshalle fand er mehr als 40 Skelette und Gegenstände aus der Hallstattzeit, wie Keramik, Schmuck, Waffen und Werkzeuge Die Überreste waren in eine bis zu einem halben Meter dicke Schicht aus Holzkohle eingebettet. Einige der Skelette waren unvollständig, der Kopf oder Gliedmaßen fehlten. Wankel deutete den Fund als rituelles Begräbnis. Es gibt jedoch auch andere Interpretationen, etwa die eines Unglücks oder eines feindlichen Überfalls auf eine Gruppe von Bergarbeitern. Am Ende der Wanderung erwartete uns in Adamov (deutsch Adamsthal) noch eine künstlerisches Kleinod. In der Hl. Barbara Kirche befindet sich das Mittelteil des spätgotischen Zwettler Maria-Himmelfahrt-Altars. Gefertigt wurde er 1516 -1525 von einem Tischler namens Andreas genannt Morgenstern aus Budweis und weiteren Schnitzern.

Am Dienstag stand Brno (deutsch Brünn) auf dem Programm. Die Villa Tugendhat ist ein von 1929 bis 1930 nach Plänen des Architekten Ludwig Mies van der Rohe errichtetes Wohnhaus für das Unternehmer-Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat, die Eltern des deutschen Philosophen Ernst Tugendhat und der Kunsthistorikerin Daniela Hammer-Tugendhat. Das Bauwerk gilt als das berühmteste Bauwerk der Moderne von Brünn. Mittagspause im Cafe Era (weniger bekannt, aber auch Bauhaus-Stil), danach weiter in den Lužánky-Park, wo wir uns einen Schattenplatz suchten. Arthur und Blanka lasen natürlich Literaten, die in Brünn beheimatet waren, nämlich Robert Musil, Jiří Kratochvil und Milan Kundera.

Erstes Ziel am Mittwoch war das verfallene Schloß Zdislavice, der Geburtsort und die Heimat von Marie von Ebner-Eschenbach, das wir besichtigen durften. Im Schloßpark setzten wir uns unter eine riesige Rotbuche und Eva und Hanne lasen Erzählungen, natürlich von Marie von Ebner-Eschenbach. Das nächste Ziel war Střílky (deutsch Střílek, davor Stržílek), dort besichtigten wir einen gut erhaltenen, barocken Friedhof. In Mikulov (deutsch: Nikolsburg) bezogen wir die Hotelzimmer für den Rest der Woche. Später gingen wir noch zum Judenfriedhof, der noch größer und schöner ist, als der in Boskovice und Arthur las passend dazu „Jüdischer Friedhof in Nikolsburg“ von Jan Skácel. Eine dunkle Gewitterfront kam auf uns zu, aber sie entlud sich vor Mikulov und erreichte uns nicht.

Am Donnerstag stand die Wanderung durch die Pálava über die Pavlovské vrchy (Pollauer Berge) auf dem Programm. Es war eine wunderschöne Wanderung mit einigen Anstiegen und vielen herrlichen Ausblicken, unterbrochen von einer Lesung an der Burg Rosenstein. Nach der Mittagspause an einem schattigen Platz nahe einer Quelle erfolgte ein letzer steiler Anstieg mit weiteren Ausblicken auf den Stausee und Pavlov. Von der Ruine Maidenburg stiegen wir ab nach Pavlov (deutsch Pollau) zum Weinkeller von Svatopluk Říčánek (ehemaliger Schauspieler, der jetzt den Weinkeller seiner Eltern weiterführt), wo wir unter dem Motto „Očem voní víno“ (Was duftet wie Wein) bei frischem Wein und einer guten Winzerbrotzeit einen lustigen Nachmittag verbrachten. Es wurde viel gelesen, Geschichten erzählt und Blanka musste alles für uns übersetzen. Zum Schluss konnte Hanne eine Widmung des Romeos von Pavlov für Oma Julia in Deutschland mitnehmen und weil genug angestoßen wurde, erzählen wir keinem, dass der Wein weiß, warum Füße schwer werden können.

Freitag fuhren wir mit dem Bus nach mit dem Bus nach Lednice (deutsch Eisgrub). Lednice ist mit seinem Schloss als Teil der Kulturlandschaft Lednice-Valtice in der Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Wir besichtigten das schöne Gewächshaus und nach der Lesung, für die wir uns wieder einen schattigen Platz suchten, hatten wir viel Zeit, den riesigen Schlosspark auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir nach Mikulov zurück fuhren. Der Kreuzweg auf den Heiligen Berg in Mikulov gehört nicht nur zu den ersten Wallfahrtsorten Südmährens, sondern ist in den tschechischen Ländern der älteste überhaupt. Durch ihn hat die Stadt Mikulov ein prächtiges Wahrzeichen. Diesen Kreuzweg gingen wir am späten Nachmittag hoch zur Wallfahrtskirche. Dort oben bekamen wir bei toller Aussicht das letzte Mal von Blanka, Arthur und Peter etwas vorgelesen. Zum Abschlussessen auf der Terrasse im St. Urban – Restaurant gab es sehr gute Schweinshaxen und frischen Wein. Gerhard bedankte sich in einer lustigen Rede für die ganze Gruppe bei unseren beiden Reiseleitern, und Peter bewies, dass man auch während des Filmens mit Wein anstoßen und trinken kann.

Vielen Dank an Blanka und Arthur, die dafür gesorgt haben, dass wir eine so interessante und kurzweilige Woche erlebt haben.

Schön ist, dass wir dank des gut zusammengestellten Mährischen Lesebuches immer wieder „Im Schatten des Holunders“ verweilen können.

Hanne und Peter

Literarische Reise zwischen slowenischen Karst und Triest

Freitag, 13. Juli 2012

Vielen Dank für die Reise zwischen slowenischen Karst und Triest im Mai / Juni 2011. Es ist bei uns immer noch Gesprächsthemaund wird es auch noch einige Zeit bleiben. Dank bestem Wetter und ausgezeichneter Harmonie zwischen uns 9 Reiseteilnehmern, dem Literaten Arthur und unserem ortskundigen einheimischen Führer Andrej, war die Reise ein voller Erfolg. Ich erlebe die Reise öfters neu, wenn ich aus meinenGedanken, meinem Fundus von Skizzen und Fotos ein neues Aquarell male. Es ist alles noch so präsent, Arthurs Lesungen im Einklang mit der Umgebung, in der Natur, die urige Landschaft, es kommt alles so schnell wieder und ist so lebendig, wenn ich meine Skizzen und Fotos anschaue und dann den Druck verspüre, es in ein Bild umzusetzen. Anbei ein paar Eindrücke, die mir stark in Erinnerung geblieben sind und die ich auch teilweise in Aquarelle umgesetzt habe.

Skofia Loka Kapuzinerbrücke über die Sora

Unsere erste Unterkunft befand sich in einem der ältesten Häuser, liebevoll reszauriert, direkt am Fluß. Es ist das dritte Gebäude von der Brücke nach rechts.

Arthur liest in Skofia Loka am Altarm der Sora

Beim Ausflug nach Ljubljana lernten wir die vielfältige Architektur kennen.

Franziskanerkirche mit Uferpromenade an der Ljubljanica

Unsere zweite Unterkunft befand sich im Dorf Kobdilj im Weinhof bei der Familie Fratnik. Die Haustochter Erika verwöhnte uns jeden Morgen mit einem opulenten Frühstück aus Schinken, Käse, Obst und einem Omlett nach individuellen Wünschen, selbstverständlich mit Kaffee und Tee.

Schwarze Küche in Kobdilj

Schwarze Küche in Kobdilj als Aquarell

Die Kamine sind typisch für diese Gegend. Die spezielle Bauweise mit den Öffnungen an den Seiten verhindern ein Zurückdrücken des Rauchs wenn die Bora, dieser starke Fallwind bläst.

Auf unseren Wanderungen erlebten wir die vielfältigsten Eindrücke dieser herben Karstlandschaft mit seine Kulturdenkmälern.

Stanjel

Stanjel, das Dorf neben Kobdilj, mit seinen malerischen Gassen, einen Spaziergang entfernt.

Haus in Stanjel

Eines der ältesten Häuser in Stanjel, mit Steinplatten gedeckt, steinerne Dachrinne und im Vordergrund der steinerne Topf als Öffnung der Zisterne, eine grandiose Steinmetzleistung.

Bora im Aquarell

Bora

Einkleiner Eindruck der Bora, diesem Fallwind aus dem Osten, der das Gras fast zum Liegen bringt.

Ich versuchte es im Aquarell darzustellen.


Pferde

Auch das erlebten wir auf unseren Wanderungen „Wer ist hier neugieriger?“

Arthur und Andrej

Im ehemaligen Wohnhaus des Karst-Dichters Kosovel inTomaj. Andrej trägt ein Gedicht von Kosovel vor, untermalt mit Musik von Arthur am Flügel.

Abendessen

Slowenische Gastfreundschaft bei Andrejs Oma im Weinhof.

Ander Kirche von Tabor

Eine Ruhepause zum Schluß an der Kirche von Tabor

13 Reisegedichte im Umkreis der Kulturwanderreise nach Litauen im Juni 2012

Mittwoch, 20. Juni 2012

 

Günter F. Landsberger:

13 REISEGEDICHTE VOR, WÄHREND UND NACH UNSERER REISE NACH LITAUEN 2012

(wie andere Reiseteilnehmer… ihre Photos machten, schrieb ich diese dilettantischen lyrischen Gebilde auf, wie sie mir gelegentlich in den Sinn kamen)

 
THOMAS MANNS SOMMERHAUS

Bezaubernd der Blick
aus des Zauberers
Fenster zu Nida!

Der empathische Zauber
(emphatisch gewinnend
wie 30 Jahre zuvor einst
bei Haydn in Rohrau)
stellt sich
indessen
nicht ein.

(GFL, 04.06. 2012)

LITAUISCHER UFERWALD

Pirol, Goldammer und
Mönchsgrasmücke
ließen sich hören im Wald
am Ufer der Memel,

nah ihren Schleifen,

während wir schon leise
gedachten der Floßfahrt
des folgenden Tags.

(GFL, 08. 06. 2012)

OSTSEE

Kreisrund der Horizont
auf dem Meer.

Unser Fährschiff wird
zum Zentrum der Welt.

———————————

Was aber blenden wir aus?

Die massierte Menge
der Lastwägen
auf dem Schiff?

Den schiffseigenen Treibstoffgestank,
der den Meerduft verdrängt,
ja beinahe vollständig
frisst?

Oder was sonst?

(GFL, 02. 06. 2012)

LOCKBUCH

Anders als für Odysseus
steht das Ziel meiner Reise
nicht fest.

Anders als bei Odysseus
fährt meine Frau
schon mit.

Irr ich auch so?

(GFL, 02. 06. 2012)

AUFSTEHFREUDEN

Die allererste Musik,
die ich heute morgen,
als noch ungesuchte,
im Radio zu hören bekam,
war die des letzten Satzes
des Klarinettenquintettes
von Brahms.

Wie beglückend stark
sie doch immer noch
auf mich zu wirken weiß –

zumal nach zehntägiger,
unfreiwilliger Musikaskese –

die große Musik!

Musa sei Dank.

(GFL, 12. 06. 2012)

TREUE

Musa, Geliebte,
jetzt hör ich wieder
ganz auf Dich,
jetzt lass ich Dein
Gedicht in mir
wieder zu.

(GFL, 11. 06. 2012)

 

VORSICHT. KEIN GEDICHT.

Welch unvergleichliche
Sprache!
Das war nicht lettisch, nicht estnisch,
nicht polnisch, nicht russisch:
Litauisch.

(GFL, 11. 06. 2012)

AN MICH SELBST
(6. Juni 2012)

Am 70. Hochzeitstag
Deiner nun schon mehr
als zehn Jahre lang
toten Eltern,
dem Tag, an dem
in der Nacht danach
vor siebzig Jahren in Liebe
Deine Zeugungsstunde war,
bist Du,
anders als sie
vormittags vor 70 Jahren,
und unversehens
mit den 16 Freund…en
in einer Kirche gewesen,
die heute noch –
und nicht nur
von den paar hundert
Evangelischen daselbst –
Martin-Luther-Kirche
genannt wird,
dort in Šilutė,
das sich vor kurzem noch
russisch schrieb
und noch viel früher,
sagen wir
zu Sudermanns Zeiten,
mit bezeichnendem Ypsilon
Heydekrug hieß.

(GFL, 11. 06. 2012)

Wie sich des Nachts
das volle Mondlicht
und am Tage
das grelle Sonnenlicht
auf den gischtenden
Wogen der Ostsee
funkelnd und
strahlend und leuchtend
verteilt und
sei’s silbrig, sei’s flirrend
gleichzeitig
zu einem Ganzen sich eint.

(GFL, 02. 06. 2012)

ABEND UND MORGEN

Als wir uns sonntags in Vilnius
nichts Böses ahnend
zu viert auf eine Wirtshausbank
mit Fernblick
im Freien setzten,
sagte ich gerade zu meinem linken Nachbarn:
„Pass auf, dass Du nicht runterfällst.“

Und kaum gesagt,
da brach die Bank
mit lautem Krachen
schon entzwei – ,
und wir acht,
wir vier also
und die vier
uns gleich vis-à-vis am Tisch,
stoben sehr rasch
und entgeistert lachend
miteinander auseinander
zu einer deutlich entfernteren Bank,
mit großem Respekt
vom nahen Abgrund weg.

Als meine Frau heute morgen erwachte,
brachte der Radiowecker
wie zum Abschluss unsrer Reise
gerade ein Gedicht von Johannes Bobrowski:
„Letztes Boot darin ich fahr“.

(GFL, 12. 06. 2012)

SUDERMANN MIT FOLGEN

Auf einer Wiese
hinter der Evangelischen Kirche
von Šilutė / Heydekrug
las ich laut aus Sudermanns
„Litauischen Geschichten“
unserer Reisegruppe vor,
meinen aus Prag und München,
aus Polen und Litauen,
aus Bottrop, Bremen und Freising,
aus Köln, Berlin und Hannover,
aus Regensburg und Frankfurt an der Oder
stammenden Freund…en.

Unversehens danach,
einige von uns
saßen bereits wieder im Bus,
kam eine kleine, agile,
wie sich alsbald herausstellte,
aufgeweckt fromme Frau
auf uns zu,
die uns bereitwilligst
die Kirche öffnete,
diese uns kundig zeigte
und die uns zudem
Simon Dachs schönes,
so würdig ergreifendes
„Lied von der Freundschaft“
mit lauter, fester Stimme
abschließend vorlas.

(GFL, 12. 06. 2012)

 

FRECHHEIT?

Als wir siebzehn
in einem Lokal in Vilnius
am Abend zum letzten Mal

zusammensaßen,
fragte mich
die neben mir sitzende

Litauerin
was ich von der Schönheit
der litauischen Frauen
hielte.

Angesichts der Anmut,
des besonderen Liebreizes,
ja, der Schönheit
unserer jungen
litauischen Aufwärterin
und mit ausdrücklichem Bezug
auf diese,
fiel mir
meine Antwort leicht.

Diese Schönheit
der litauischen Frauen
komme
von dem litauischen
Völkergemisch,
fuhr sie fort,
die bei den litauischen Männern
indessen
nicht durchschlage.

Dafür seien umgekehrt
die deutschen Frauen
nicht schön,
wohl aber
die deutschen Männer. –

Daraufhin schwieg ich,
fühlte mich nicht zuständig.

(GFL, 14. 06. 2012)

 

 

 

Weiß der Kuckuck

Heute morgen
versuchte ich
den Kuckucksdialekt
zu buchstabieren.

Da ich dies nicht konnte,
verlegte ich mich
aufs Zählen.

Der deutsche Kuckuck
am Heidsee heute
rief auch zwölf-,
dreizehnmal hinter-
einander
wie vor kurzem noch
der litauische Kuckuck
an der großen Memelschleife.

Glücklicherweise
hatte ich meine
Geldbörse
münzvermehrungswillig
auch hier
mit dabei.

(GFL, 17. 06. 2012)

 

Literarische Reise zwischen slowenischen Karst und Triest, von Diether Burg

Mittwoch, 9. November 2011
Skofja Loka, Kapuzinerbrücke über die Sora. Unsere erste Unterkunft befand sich in einem der ältesten Häuser, Liebevoll restauriert, direkt am Fluß. Es ist das dritte Gebäude von der Brücke nach rechts

Skofja Loka, Kapuzinerbrücke über die Sora. Unsere erste Unterkunft befand sich in einem der ältesten Häuser, Liebevoll restauriert, direkt am Fluß. Es ist das dritte Gebäude von der Brücke nach rechts

Vielen Dank für die Reise zwischen slowenischen Karst und Triest im Mai / Juni 2011. Es ist bei uns immer noch Gesprächsthemaund wird es auch noch einige Zeit bleiben. Dank bestem Wetter und ausgezeichneter Harmonie zwischen uns 9 Reiseteilnehmern, dem Literaten Arthur und unserem ortskundigen einheimischen Führer Andrej, war die Reise ein voller Erfolg. Ich erlebe die Reise öfters neu, wenn ich aus meinen Gedanken, meinem Fundus von Skizzen und Fotos ein neues Aquarell male. Es ist alles noch so präsent, Arthurs Lesungen im Einklang mit der Umgebung, in der Natur, die urige Landschaft, es kommt alles so schnell wieder und ist so lebendig, wenn ich meine Skizzen und Fotos anschaue und dann den Druck verspüre, es in ein Bild umzusetzen. Anbei ein paar Eindrücke, die mir stark in Erinnerung geblieben sind und die ich auch teilweise in Aquarelle umgesetzt habe.

 

Arthur liest in Skofia Loka am Altarm der Sora

 

 

 

 

 

 

Beim Ausflug nach Ljubljana lernten wir die vielfältige Architektur kennen.

Franziskanerkirche mit Uferpromenade an der Ljubljanica

 

 

 

   

 

 

 

Schwarze Küche in Kobdilj als Foto

 

 

  

 

 

 

 

Schwarze Küche in Kobdilj als Aquarell

 

Unsere zweite Unterkunft befand sich im Dorf Kobdilj im Weinhof bei der Familie Fratnik. Die Haustochter Erika verwöhnte uns jeden Morgen mit einem opulenten Frühstück aus Schinken, Käse, Obst und einem Omlett nach individuellen Wünschen, selbstverständlich mit Kaffee und Tee.

Die Kamine sind typisch für diese Gegend. Die spezielle Bauweise mit den Öffnungen an den Seiten verhindern ein Zurückdrücken des Rauchs wenn die Bora, dieser starke Fallwind bläst.

Auf unseren Wanderungen erlebten wir die vielfältigsten Eindrücke dieser herben Karstlandschaft mit seine Kulturdenkmälern. 

Stanjel, das Dorf neben Kobdilj mit seinen malerischen Gassen, einen Spaziergang entfernt

 

 

 

 

 

 

 

Eines der ältesten Häuser in Stanjel, mit Steinplatten gedeckt, steinerne Dachrinne und im Vordergrund der steinerne Topf als Öffnung der Zisterne, eine grandiose Steinmetzleistung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kleiner Eindruck der Bora, diesem Fallwind aus dem Osten, der das Gras fast zum Liegen bringt.

 

   

 

 

 

 

 

Ich versuchte es im Aquarell darzustellen.

 

 

  

 

 

 

Auch das erlebten wir auf unseren Wanderungen "Wer ist hier neugieriger?"

 

 

 

  

  

 

 

Im ehemaligen Wohnhaus des Karst-Dichters Kosovel inTomaj. Andrej trägt ein Gedicht von Kosovel vor, untermalt mit Musik von Arthur am Flügel.

 

 

 

  

 

 

 

 

Slowenische Gastfreundschaft bei Andrejs Oma im Weinhof.

 

  

 

 

 

 

 

Eine Ruhepause zum Schluß an der Kirche von Tabor

  

 

 

 


 

 

 

Winterreise Pommern, Februar 2011, Bilder von Torsten Schütte

Sonntag, 27. Februar 2011

Literaturreise: Wandern zwischen Karst und Triest – Reisebilder von Margrit Deike

Freitag, 22. Oktober 2010

Unter dem Holunder, Mähren 2010-07, Bilder von Andrea Brauckmann

Mittwoch, 4. August 2010

Riesengebirgsreise August 2009

Sonntag, 18. April 2010

Reisebilder von Torsten Schütte

Slowenischer Karst + Triest

Donnerstag, 8. April 2010

Reisebilder von Arthur Schnabl